Wissenswertes über Gesichtsbehandlung

 

Kann es bei der Fadenepilation zu Entzündungen kommen?

Grundsätzlich gibt es zwei Ursachen für Entzündungen bei Epilation:

  1. Eingewachsene Haare können in Folge einer vorherigen Haarentfernung durch Rasur, Epilation oder sogenanntes Waxing entstehen. Die Haare stoßen beim Nachwachsen in die falsche Richtung vor, so dass sie unter der Haut bleiben. Es bilden sich zunächst sogenannte Pusteln, die in den meisten Fällen mit der Zeit von alleine abheilen. Hierbei handelt es sich um ein grundsätzliches Problem bei allen ARten der Epilation oder Depilation, das nicht spezifisch für die Fadenepialtion ist.
  2. Weiterhin kann es aufgrund mangelnder Hygiene zu Entzündung kommen. Um dieses zu vermeiden, setzen wir bei EbenSo® auf ein konsequentes Hygienemanagement. Dieses beginnt in der Vorbereitung der einzusetzenden Utensilien, über die Hyginemaßnahmen vor und während der Behandlung bis zur Desinfektion der Utensilien nach der Behandlung. Diesen Ablauf und auch die einzusetzenden Desinfektionsmittel haben wir durch das Deutsche Hygienezertifikat zertifizieren lassen. D. h. wir setzen über die Behandlungszeit hinaus weitere Zeit in der Vorbereitung und Nachbereitung ein, um für Sie die erforderliche Hygiene sicherzustellen, so dass es nicht aus Hygienegründen zu Entzündungen kommen kann.

 

Waxing oder Fadenepilation?

Waxing ist eine Methode der Haarentfernung, die oft als eine Alternative zur Haarentfernung herangezogen wird. Diese ist jedoch - gerade im Gesichtsbereich - mit Risiken verbunden, weshalb wir diese Methode in der EbenSo Brow Bar auch nicht anbieten.

a) Methoden des Waxings

Grundsätzlich sind beim Waxing zwei Methoden zu unterscheiden:

  • Warmwachsen: Der Wachs in warmer Form mit einem Holzspatel auf die Haut aufgetragen, anschließend wird der Wachsstreifen auf die wachsbeschichtete Haut gelegt und festgeklopft. Schließlich wird der Streifen ruckartig und gegen die Haarwuchsrichtung weggerissen. Dabei werden die Haare, samt Wurzel entfernt.
  • Kaltwachsstreifen: Hier greift ein ähnliches Prinzip: der Kaltwachsstreifen wird bereits mit schon vorhandenem Wachs auf dem Streifen verpackt. Der Streifen wird auf die Haut gegeben und festgedrückt. Anschließend wird dieser ebenso ruckartig entfernt.

b) Risiken des Waxings

Grundsätzlich gibt es beim Waxing folgende Risiken:

  • Aufgrund des ruckartigen Entfernens der Wachsschicht, kann es häufig dazu führen, dass auch die oberste Hautschicht abgelöst wird. Dieses ist sehr schmerzhaft. Insbesondere die dünnere Gesichtshaut ist besonders empfindlich.
  • Regelmäßig wird auch nach dem Waxing von Hautrötungen und kleinen Pickelchen berichtet.
  • Beim Warmwachsen kann es zu Verbrennungen der Haut kommen, wenn das Wachs zu heiß aufgetragen wird. 

c) Warum wird bei EbenSo® ausschließlich die Fadenepilation angewendet und kein Wachs zur Entfernung von Gesichtshaaren genutzt?

Bevor wir mit EbenSo® begonnen haben, haben wir alle möglichen Arten der Haarentfernung im Gesicht ausprobiert. Bei der Entfernung von Gesichtshaaren mit Kaltwachsstreiffen oder mit Heisswachs, kommt es häufig zur Bildung von Pickeln und anderen Hautirritationen. In Einzelfällen ist bei unseren Kunden auch schon dazu gekommen, dass die oberste Hautschicht durch Wachs entfernt wurde.

Weiterhin sind wir davon überzeugt, dass sich mit der Fadenepilation bessere Ergebnisse erzielen lassen und die Durchblutung der Haut durch die Arbeit mit dem Faden gefördert wird. 

 

Gleichzeitig möchten wir anmerken, dass wir nur im Bereich des Gesichtes gegen den Einsatz von Wachs zur Epilation sind, aber diese Methode z. B. an Beinen oder an anderen Bereichen eher für sinnvoll halten, da in diesen Bereichen die Hautschichten dicker und weniger empfindlich sind. 

 

Laser oder Fadenepilation?

Wer unter unerwünschten Haaren an der Oberlippe, am Kinn oder anderen Stellen im Gesicht leidet, sucht verständlicherweise nach einer dauerhaften Lösung. Eine solche Lösung scheint die Haareentfernung mittels eines Lasers zu sein. Hier muss jedoch beachtet werden unter welchen Vorraussetzungen die Laserbehandlung überhaupt durchgeführt werden kann, welche Risiken diese Behandlung beinhaltet und wieviele Behandlungen zu einem dauerhaften Erfolg notwendig sind. Darüber hinaus ist, wie auch die Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft e. V. einräumt, eine dauerhafte, also lebenslage, Entfernung von Haaren mit dem Laser nicht möglich.

a) Vorraussetzungen der Laserbehandlung

Der Erfolg einer Haarentfernung mit Laser hängt wesentlich von dem Melaninanteil in Haut und Haaren ab. Optimal für eine Laserbehandlung ist ein hoher Kontrast von Haaren zu der Haut. D. h. die Haare sollten möglichst dunkel und die Haut möglichst hell sein. Diese Situation liegt aber häufig nicht vor. Gerade blonde oder graue Haare werden von einem Laser nur schwer erfasst. Auch sehr dünne Haare oder Flaum auf der Haut können mit einer Laserbehandlung nicht erfasst werden. Also auch bei dunklen Haaren können dünnere Haare und Flaum nach einer Laserbehandlung verbleiben und der gewünschte Effekt würde somit nicht erzielt werden.

Bei hellen Haaren, dünnen Haaren oder Flaum können mit der Fadenepilation im Gegensatz zu einer Laserbehandlung sehr gute Ergebnisse erzielt werden, die mit einer Lasserbehandlung nicht erzielt werden können. In dieser Konstellation ist die Haarentfernung mit Laser nicht effektiv und wird auch nach einer Vielzahl von Behandlungen nicht zum Erfolg führen.

b) Risiken der Laserbehandlung

Weiterhin ist zu beachten, dass das Risiko einer Laserbehandlung deutlich höher ist als bei einer Fadenepilation, da es bei einer Laserbehandlung in seltenen Fällen auch zu einer bleibenden Pigmentstörung kommen kann.

Bei einer Fadenepilation können bei mangelnder Hygine in der Vorbereitung und Durchführung der Fadenepilation, Haarwurzelentzündungen entstehen. Um dieses Risiko weitestgehend auszuschalten haben wir uns hinsichtlich unserer Mittel und Prozesse vom Deutschen Hygienezeritifikat beraten lassen und unsere Prozesse zertifizieren lassen. Gleichzeitig wurden unsere Mitarbeiter entsprechend geschult. 

c) Zeitaufwand der Laserbehandlung

Eine erfolgreiche Behandlung bei Laserbehandlungen langwierig ist, um eine dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Hierbei sind die Anzahl der Behandlungen sind abhängig vom individuellen Haut- und Haartyp, dem Wachstumszyklus der Haare und der zu behandelnden Hautregion. In jedem Haarfollikel wechseln sich Phasen des Wachstums, des Übergangs und des Ausfalls in zyklischer Folge ab. Diese Vorgänge werden als Haarzyklus bezeichnet. Nur ein Teil der Haare ist sichtbar (Wachstumsphase) und ragt aus der Haut (Epidermis) heraus, der andere Teil befindet sich in der Haut (Ruhephase). Rein biologisch betrachtet gibt es bei jedem Menschen ca. 6 bis 8 Haarzyklen Dabei gilt: Einmal verödete Haarwurzeln produzieren in der Regel keine oder nur noch schwach ausgeprägte Haare. D. h. es sind bei der Entfernung von Gesichtshaare 6-8 Behandlungen im Abstand von 4-5 Wochen notwendig. Damit ist aufgrund der mangelnden Effektivität des Laserverfahrens bei dünnen und hellen Haaren noch nicht

d) Dauerhafte Haarentfernung durch Laserbehandlung?

In einem auf der Homepage der Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft veröffentlichten Interview mit einem Arzt unter dem Titel "Laserepilation – endlich Schluss mit lästigen Härchen!" wird eingeräut, dass zwar eine Reduktion der Haardichtem, aber keine lebenslage Entfernung von Haaren möglich ist: „Durch die Laserepilation lässt sich, individuell unterschiedlich, eine deutliche Reduktion der Haardichte über Monate bis Jahre erreichen. Eine permanente, sprich lebenslange Entfernung der Haare gelingt aber praktisch nicht.“ 

Die Begriffe dauerhaft und permanent sind im Zusammenhang mit Haarentfernung verwirrend und irreführend. Klarheit schafft hier die Definition der amerikanischen Gesundheits- und Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration). Danach ist eine Haarentfernung dauerhaft, wenn das Haar mindestens einen Wachstumszyklus wegbleibt. Im Gesicht dauert dies etwa vier Wochen, am Oberkörper acht und an den Beinen 12 Wochen. Hier wird deutlich, dass es an dieser Stelle eine Erwartungslücke zwischen der Auffassung von "dauerhaft" durch einen Verbraucher und der Definition von "dauerhaft" durch die FDA gibt.

 

Was ist eine Hypertrichose?

Der Begriff Hypertrichose bezeichnet eine für die jeweilige Körperregion untypische Überbehaarung, die sowohl Frauen als auch Männer betreffen kann. Die Hypertrichose ist genetisch bedingt oder wird durch andere Erkrankungen hervorgerufen. Auch hormonelle Störungen können zu einer Hypertrichose führen.

 

Was ist Hirsutismus?

Als Hirsutismus wird die pathologisch vermehrte Körperbehaarung männlichen Musters bei der Frau bezeichnet, die infolge einer vermehrten Produktion androgen wirksamer Hormone verursacht wird.
Diese sexualhormonabhängige Behaarung der Frau entsteht durch eine Umwandlung von so genannten Vellushaaren zu sichtbaren Terminalhaaren. Kinn, Oberlippe, Brust oder Rücken sind die Bereiche mit der häufig starken Behaarung.

 

Warum kann es nach einer Schwangerschaft zu einer verstärkten Gesichtsbehaarung bei Frauen kommen?

Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Erfahrung für jede Frau. Im Laufe der Wochen stellt die Schwangere immer deutlichere Veränderungen an ihrem Körper fest. 

Nach der Geburt des Kindes durchläuft der Körper erneut eine Phase der Veränderung. Vor allem muss der Körper seinen Hormonhaushalt nun wieder auf "nicht schwanger" umstellen. Bei dieser erneuten Hormonumstellung kann es vorkommen, dass der weibliche Körper nach der Schwangerschaft plötzlich zu viele männliche Hormone produziert. Hierdurch kann es zu einem verstärkten Wuchs von Gesichtshaaren kommen, da die männlichen Hormone einen direkten Einfluss auf die  Haarwurzel und die Haarfollikel haben. Es lässt die Haare kräftiger, schneller und dunkler wachsen.

In jedem Fall sollte diese Situation mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Die unerwünschte optische Effekt der Gesichtsbehaarung kann mittels der Fadenepilation beseitigt werden.

 

Warum kann es während der Wechseljahr zu einer verstärkten Gesichtsbehaarung bei Frauen kommen?

In den Wechseljahren verändert sich der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen. Diese hormonelle Umstellung kann neben Hitzewallungen auch eine verstärkte Gesichtsbehaarung insb. bei Oberlippe und Kinn verursachen. 

Diese Situation sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Möglicherweise kann eine Hormonbehandlung die vielfältigen Symptome lindern. Dennoch wird auch eine Hormonbehandlung nicht dazu führen, dass bereits entstandene Haare im Gesicht sich zurückbilden. Diese unerwünschten Haare können mittels der Fadenepilation beseitigt werden.